Vom Freigänger zum Stubenhocker

Kater Gino ist nach zweieinhalb Jahren wieder zu Hause

Sulzbach (Ts.) / Lohmar, 21. Februar 2017 – Es war eine laue Sommernacht im Juni 2014, als Kater Gino verschwand. In dieser Nacht tauchte er nicht wie üblich auf das Rufen seiner Halterin Daniela Gottbehüt an der Terrassentür auf. Sein Katerkumpel Silvio kam brav nach Hause, von Gino gab es keine Spur. Mehr als zweieinhalb Jahre lang. Dank der Registrierung bei Europas größtem Haustierregister TASSO e.V. ist er nun wieder zu Hause.

Als Daniela Gottbehüt ihren geliebten Kater nirgendwo finden konnte, startete sie schnell eine große Suchaktion. Sie klapperte die Nachbarn ab, schaute in Keller und Garagen, meldete ihren tierischen Liebling bei TASSO als vermisst und verteilte großzügig Suchplakate. Die Leckerchendose in der Hand schüttelnd lief sie wieder und wieder durch ihren Wohnort in Lohmar im Rhein-Sieg-Kreis. Hin und wieder ging im folgenden Vierteljahr ein vermeintlicher Hinweis ein, doch immer war eine andere Katze gesehen worden. Niemals Gino. In der Nähe eines Maisfeldes entdeckte das Ehepaar Gottbehüt zwar eines Tages ein Tier, das aussah wie Gino, aber es war scheu und verschwand ohne wieder aufzutauchen. „Heute denke ich, dass er das vermutlich gar nicht gewesen ist. Denn eigentlich ist er immer zutraulich gewesen. Auch heute noch“, erzählt Daniela Gottbehüt.

Gefunden wurde Gino schließlich Anfang Februar ganz in der Nähe von seinem Zuhause. Eine Familie wurde auf ihn aufmerksam, weil er ganz jämmerlich in ihrem Garten maunzte. Sie lockte ihn an und brachte ihn zum Glück zum Tierarzt, wo der Transponder des Tieres ausgelesen und TASSO informiert wurde. Da in der TASSO-Datenbank hinterlegt ist, zu wem Gino gehört, klingelte nur wenig später das Telefon bei Familie Gottbehüt. Diese hatte schon lange nicht mehr damit gerechnet, dass ihr vierbeiniger Freund noch lebt und war völlig überwältigt. Natürlich machte sie sich sofort auf den Weg zu den Tierfreunden, die Gino gefunden hatten.

„Ich habe ihn gerufen, und er ist direkt zu mir gelaufen. Er hat sich sofort anfassen und streicheln lassen“, berichtet Daniela Gottbehüt vom emotionalen Wiedersehen. Auch ihren Mann erkannte der Kater sofort wieder. Ebenso sein Zuhause, denn schnell suchte er dort wieder seine alte Lieblingsplätze auf. 

Familie Gottbehüt vermutet, dass Gino während seiner Abwesenheit bei einer anderen Familie in einer Wohnung gehalten worden ist, wo er schließlich wieder entlaufen ist. Denn der ehemalige Freigänger macht heute gar keine Anstalten mehr, seinen damals gewohnten Rundgang durch den Garten zu machen. Außerdem war er bei seiner Rückkehr wohlgenährt, gepflegt und gesund.

Dass der hübsche Kater heute wieder bei seiner Familie sein darf, verdankt er seiner Registrierung bei TASSO. „Ohne die Kennzeichnung und Registrierung hätten die Finder niemals herausfinden können, wo Gino zu Hause ist“, ist TASSO-Leiter Philip McCreight überzeugt. Und erfreut fügt er hinzu: „Zum Glück ist Ginos Geschichte kein Einzelfall. Immer mehr Katzenhalter lassen ihre Lieblinge kostenlos bei TASSO registrieren und haben somit eine große Chance sie wiederzusehen, falls sie mal entlaufen.“ Denn immerhin: Mehr als 32.000 Katzen hat TASSO allein im vergangenen Jahr wieder nach Hause gebracht.